Koordinationsstelle Fanprojekte
 
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KOS Schriften 10

   
 

Autorinnen und Autoren

Antje Hagel lebt und arbeitet mit Fußballfans. Die Kulturwissenschaftlerin ist seit 2001 im Fan-Projekt Offenbach tätig. Rassistische, sexistische und alle anderen Arten von Ausgrenzungen mit – nicht nur im Fußball – beschäftigen das Gründungsmitglied des Offenbacher Fanmagaines ERWIN seit der Schulzeit. Die 43-jährige ist Mitbegründerin des Netzwerks F_in Frauen im Fußball.

Ulf Heidel hat in Hamburg Geschichte und Politikwissenschaft studiert, als Schwulenreferent im AStA an der Etablierung der Queer Studies mitgearbeitet und als Mitglied einer feministischen Redaktion Sendungen im freien Radio fsk produziert. Nach einjährigem Zwischenspiel im Buchhandel schreibt er seit 2004 eine geschlechtergeschichtliche Dissertation zu liberalen Demokratisierungskonzepten im späten Kaiserreich. Nachdem er lange Jahre das Interesse an Fußball eines Geistesarbeiters für unwürdig hielt, verfolgt er mittlerweile wieder aufmerksam und mit Sympathien für den SV Werder Bremen das Bundesliga-Geschehen, freut sich auf laue WM-Sommerabende in Berliner Kneipen und kickt neuerdings sogar sonntäglich in einem fröhlich-dilettantischen Haufen.

Anja Janetzky, Kulturwissenschaftlerin. Studium der Kulturwissenschaft, Soziologie, Kunst und Sport in Bremen. Initiatorin, Koordinatorin und Mitstreiterin im Modellprojekt für Mädchen und junge Frauen in der männlich dominierten Fanszene beim SV Werder Bremen von 1994 bis 1998. Mitbegründerin des Netzwerks F_in Frauen im Fußball.

Elena Konstantinidis hat an der Uni Fribourg in der Schweiz Sozialarbeit, Ethnologie und Jura studiert. Sie hat in verschiedenen Institutionen mit Jugendlichen gearbeitet und ist aktuell für den Schweizer Dachverband der Offenen Jugendarbeit (DOJ) tätig. Im Verein Mädchentreff Bern engagiert sie sich ehrenamtlich für die Mädchenarbeit. Elena Konstantinidis ist Mitbegründerin des Netzwerks F_in Frauen im Fußball.

Stefan Krankenhagen, Jahrgang 1969, ist promovierter Kulturwissenschaftler und arbeitet seit Sommer 2005 am Seminar für deutsche Sprache und Literatur der Universität Trondheim in Norwegen. Davor mehrjährige Lehrtätigkeit an der Humboldt Universität Berlin, u. a. mit dem Studienprojekt „Aus der Halbdistanz. Fußballbiografien und Fußballkulturen heute“ (gemeinsam mit Birger Schmidt).

Victoria Schwenzer, geb. 1968, studierte Europäische Ethnologie und Neuere deutsche Literatur. Ihr erstes Fußballspiel sah sie im Camp Nou in Barcelona, um danach an die Alte Försterei in Berlin-Oberschöneweide zu wechseln – zu Feldforschungszwecken. Sie schloss ihr Studium mit einer Arbeit zu ethnologischer Fußballforschung ab und ist seit 2004 bei Camino in einem Projekt zu Rassismus und Rechtsextremismus im Fußball beschäftigt. Victoria Schwenzer ist Mitbegründerin des Netzwerks F_in Frauen im Fußball.

Nicole Selmer, geb. 1970, studierte Skandinavistik und Germanistik in Hamburg und Uppsala und arbeitet heute als freie Schreiberin und Übersetzerin. Den Fußball lernte sie zuerst über WM im Fernsehen und Bundesliga im Radio kennen und lieben, aus noch immer ungeklärten Gründen schlägt ihr Herz heute für Borussia Dortmund. 2004 schrieb Nicole Selmer aus eigener Betroffenheit das Buch „Watching the Boys Play. Frauen als Fußballfans“. Sie ist Mitbegründerin des Netzwerks F_in Frauen im Fußball.

Almut Sülzle ist Buchhändlerin und hat in Tübingen Empirische Kulturwissenschaft studiert. 2000–2004 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Netzwerk Frauen.Innovation.Technik an der FH-Furtwangen, promoviert an der Uni Marburg im Graduiertenkolleg „Geschlechterverhältnisse im Spannungsfeld von Arbeit, Politik und Kultur“. Im Stadion steht sie oft mit dem Rücken zum Spielfeld, ist aber trotzdem keine Vorsängerin. Almut Sülzle ist Mitbegründerin des Netzwerks F_in Frauen im Fußball.

Dr. Christian Tagsold ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ethnologie der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg. In der Fußballszene war er im Sommer 2005 aktiv, als er die japanische Nationalmannschaft als Liaison Officer beim Confed-Cup betreute.

Heidi Thaler, Jahrgang 1978, ist Politologin, Fan des SK Rapid Wien und arbeitet für die in Österreich ansässige interkulturelle Fußballkampagne FairPlay. Viele Farben. Ein Spiel. Das am Wiener Institut für Entwicklungsfragen und Zusammenarbeit (vidc) beheimatete Projekt ist zugleich Koordinationsbüro des Netzwerkes Football Against Racism in Europe (FARE). Darüber hinaus ist Heidi Thaler Mitbegründerin des Netzwerks F_in Frauen im Fußball.

Renate Vodnek, geb. 1972, abgeschlossenes Psychologiestudium in Wien, Geschichtestudium, Mitarbeit in der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH), der österreichischen Studierendenvertretung, Vorstandsmitglied des neu gegründeten Mädchen- und Frauenfußballvereins ASKÖ 23 (Wien), begeisterte Fußballfan sowohl vom Frauenfußball (ASK Erlaa, Wien) als auch vom Männerfußball (Austria Lustenau, First Vienna FC, Ternana, München 1860). Renate Vodnek ist Mitbegründerin des Netzwerks F_in Frauen im Fußball.

Yvonne Weigelt, M.A., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Erlangen, Institut für Sportwissenschaft und Sport (Forschungsgruppe Mädchenfußball) und promoviert zum Thema: Qualifikationsbarrieren von Trainerinnen im Frauenfußball; Forschungsschwerpunkte: Geschlechterforschung, Mädchen- und Frauenfußball, Eventmanagement von Frauensportveranstaltungen, Qualifikation von Trainern und Trainerinnen; sie ist selbst Inhaberin der UEFA-Trainer-B-Lizenz des DFB. Yvonne Weigelt ist Mitbegründerin des Netzwerks F_in Frauen im Fußball.

Steffie Wetzel, Jahrgang 1966, verlor ihr Herz 1986 an Kickers Offenbach. Seit 1995 versucht sie im Fanmagazin ERWIN den ganz normalen Fußballwahnsinn in Worte zu fassen. Zwischenzeitlich zunächst im Fan-Projekt, anschließend als Fanbeauftragte tätig hat die Diplom-Pädagogin mit ihrem Verein sicher mehr mitgelitten als -gejubelt, möchte aber keine Sekunde missen. Sie ist Mitbegründerin des Netzwerks F_in Frauen im Fußball.

Franciska Wölki, Jahrgang 1976, schrieb während des Studiums der Deutschen Literatur- und Sportwissenschaft als freie Journalistin in Hannover und Hamburg für verschiedene Printmedien. Am Ende ihres Studiums analysierte sie das erste Mal gemeinsam mit Prof. Dr. Gunter A. Pilz Internetseiten von Fußballfans im Hinblick auf Gewaltverherrlichung, Rassismus, Rechtsextremismus, Sexismus und Pornographie für den Deutschen Fußball-Bund und die Deutsche Fußball-Liga. Seitdem lässt sie die Fußballfanleidenschaft nicht mehr los. In ihrer aktuellen Beschäftigung als wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Gunter A. Pilz am Institut für Sportwissenschaft in Hannover arbeitet sie an einer Studie über die „Ultraszene in Deutschland“ für das Bundesinstitut für Sportwissenschaft.